Donnerstag, 25. August 2011

kein tausch

ich biege in eine dunkle gasse. es riecht nach angst. dann spricht es zu mir.



ich habe dich erwartet...

das weiß ich. und du weißt, weswegen ich dich suche.

zeit... viele wesen kommen, getrieben und haltlos.

du weißt von deiner macht.

... die älteste aller mächte. man mag wohl munkeln, was mein preis ist?

sprich.

ein menschenherz. ...noch warm.

-



ich wende mich ab und ich gehe. zurück ins licht.
ohne zeit. mit herz, ganz warm...


Montag, 30. Mai 2011

ich stehe auf, früh. ich ziehe die eingestaubten laufschuhe an. ich trinke ein glas wasser. dann öffne ich die beiden schlösser der haustür und trete auf die straße. ich blicke nach links und nach rechts, kein mensch. dann laufe ich los. zum ersten mal nach vielen wochen, nach langer zeit laufe ich… die hunde bellen nicht anders als vorher, die dicke luft limas atmet sich nicht anders als vorher, der sand der wüste fühlt sich unter den füßen nicht anders an als vorher, aber ich bin anders als …vorher.


ich laufe die strecke zum meer, ohne viel zu denken. dann komme ich an der nebeligen küste an, es scheinen wieder mehr vögel über die wellen zu fliegen, zum ersten mal seit langem tanzen die großen schönen pelikane wieder mit den wogen. ich glaube, sie haben jungvögel auf ihren ersten flugstunden dabei.


ich streife mir den stoff über den kopf, setze die nackten füße in den sand, schraube das medaillon an meinem hals fest zu und blicke aufs meer. dann laufe ich los, hinterlasse ganz ganz natürliche fußspuren im halbfeuchten sand. ich bleibe stehen und warte auf das wasser. es umspült wie kaltes leben meine knöchel, während meine zehen im dunkelgrauen sand versinken. dann lass ich mich ins meer ziehen…


ich tauche unter einer welle hindurch, streiche mir das aufgewühlt sandige salzwasser aus dem gesicht und sehe nach oben. dorthin, wo die möwen und ihre vielen verwandten segeln. die nächste welle überrascht mich, wieder tauche ich auf, schlage mir das haar aus den augen und atme. ich atme und atme ganz tief… ich spiele mit einer weiteren welle, hole erneut ganz viel luft, hebe das kinn und …rufe ihren namen. so laut ich kann, rufe ich ihren namen in den ozean hinaus. die nächste welle begräbt mich, ich tauche auf, atme ein und rufe ihren namen. nur für den fall.. für den fall, dass sie hören kann, rufe ich so laut und so lang, wie meine lunge hergibt. ich breite die arme aus und lass mich von der welle niederbrechen. dann wieder rufe ich ihren namen, nur für den fall, dass sie vielleicht unerklärlicher weise hören kann. vielleicht kann sie ja hören. wissen kann ich das ja doch nicht. also rufe ich, bevor die nächste welle willkommenermaßen an mir ihre kraft auslässt. ich rufe, ihren namen. dann hole ich noch tiefer luft und rufe, ob sie mich hören kann… der pazifische ozean ist unbegreiflich groß und schickt mir ein paar wellen, kleine wellen ja eigentlich, die mich dennoch umreißen. ich stehe wieder auf und rufe, bis mir die schläfen brechen wollen. ich tauche meinen kopf unter wasser, die kühlung tut gut. einige male noch rufe ich, frage, ob sie mich vielleicht hören kann… nach bald zwei monaten rufe ich sie. sie antwortet nicht, so wie sie vorher geantwortet hätte. aber ich rufe, vielleicht benötigt mein rufen jetzt ein bisschen länger... von hier dahin ist sicher ein langer weg, auch wenn sie ihn ohne jede gültigkeit von zeit zurückgelegt hat.


ich ignoriere zeit und raum und realität so wie so und rufe sie. dann zerstäubt die größte welle des morgens um meine haut, meine muskeln, meine knochen. die welle zerstäubt um mich, der ich noch mensch bin, um mich dann mit aller natürlichen gewalt und liebe unter sich zu begraben…

 
ich wasche mir den kopf im kühlen salzwasser der pazifischen ozeans… ich wasche mich. im namen dieses wassers steckt doch etwas von frieden? ich rufe sie, wasche mich und befriede etwas in mir. ich befreie mich von einer wochenlang lastenden unbeweglichkeit, von dieser klebenden, ekelhaften, entmachtenden untätigkeit wasche ich mich… ich sage ihr noch, ich komme wieder, vielleicht muss man mehr und lauter rufen. dann steige ich triefend aus den wellen, befriedet, ohne zu begreifen zwar, aber ein bisschen befriedet.

 
ich werde sie wieder rufen, nur für den fall, dass sie hören kann. ich hab es nicht begriffen und wissen kann ich es alles ja auch nicht, also werde ich wieder rufen, nur für den fall. nur damit sie weiß, dass ich an sie denke… mehr als vorher.





schreibend begegne ich dem, was ich vor einigen wochen mit zerschlagenem herzen und bei allem willen nicht begreifendem hirn geschrieben habe. verdammte scheiße, du hässlicher tod, was hast du dir nur dabei gedacht? wenn ich dich finde, dann stell ich dich an die wand und erschieße dich!
was wäre, wenn ich das tun würde? wenn der tod mir hier in lima auf der straße begegnen würde und ich ihm eine kugel in den schädel jagen würde… was wäre dann? würden die menschen um mich herum dann aufhören davonzusterben? weil der tod sie dann nichtmehr abholen könnte? und wie funktioniert diese frage überhaupt, ob man den tod töten kann…. kategorien, die man garnicht denken kann. und trotzdem tu ich es. ich denke.






ich rufe sie, nur für den fall, dass sie hört. ich denke, nur für den fall, dass es mir doch gelingt: das denken nach dem unbegreiflichen tod einer so guten freundin…

Sonntag, 20. März 2011

(sich) regen

heute fällt hier in lima der erste regen nach monaten erbarmungsloser sonne. das gefühl des kühlen nass auf der so eingestaubten haut, der gesang des wellbleches unterm streicheln der tropfen, der kühle geruch der vom wasser endlich klargewaschenen luft... ich liebe regen, kein zweifel, die symptome sind eindeutig: ich bin sehr verliebt... möge sie mich bei gelegenheit wieder besuchen. mir scheint, in lima hält sie sich nicht gerne auf, meine geliebte, also hoffe ich. und irgendwann fahre ich sie besuchen, in den andinen bergzügen, im urwald um den ucayali, und ganz bestimmt irgendwann wieder auf einer berliner straße bei nacht, wenn kein mensch unterwegs ist...



und seht ihr dieser tage mal den mond? und denkt ihr dann? und was denkt ihr dann?


mond und regen.
ich möchte heulen. 
ein bisschen
wie ein beschütztes kind
ein bisschen
wie ein allein streifender wolf...



ein kind im wolfespelz
ein wolf im kinderspeck
.

Dienstag, 15. März 2011

alltag. ...all? ...tag?

es wird dunkel, ziemlich schnell. in der küche brennt licht, eine freundin schneidet erdbeeren, um dann marmelade daraus zu kochen, die besonders auf den andinen brötchen - sie haben irgendeinen geschmack, den ich wiedererkenne, aber nicht bennen kann - göttlich schmeckt.


ich denke vorhin im bus über meinen letzten eintrag nach. er zeugt ein bisschen von hirnlosigkeit: ich verurteile das korrupte system, von dem ich selbst so unheimlich profitiere, da es mich ohne eigentlichen zweiradführerschein und die obligatorische versicherung motorrad fahren lässt, was ich sehr genieße…


meine knöchel jucken von den bissen meiner lieben zimmermitbewohner, die ich vermutlich schon in der siebten generation durchfüttere und auch eigentlich nie jage. gestern nacht wird es mir dann aber zu bunt, greife mein handtuch und schlage vom schlaf benommen nach dunklen punkten an meinen wänden. vermutlich hauche ich kein bisschen leben aus. danach kann ich besser schlafen.


ich öffne ein paket, das ich seit zwei monaten schon für verschollen halte. meine mama schickt mir eindrücke einer reise. noch viel mehr aber das gefühl tiefer verbundenheit und mindestens unbeschreiblicher verwandtschaft. mindestens. wenn ich einmal eine sprache erfinde, dann erfinde ich ein wort dafür.


ich öffne ein anderes paket und muss nur lächeln, als ich aus der nasenflöte tatsächlich den ersten ton schnaube und rawwrr mir dabei zuschaut. rawwrr wehrt sich ein bisschen, als mein bester freund ihn mit den plastikinstrumenten einpackt. basti trägt an seinem linken arm davon auch ein paar hübsche kratzer davon. danke für diesen einsatz deines lebens, mit dinos ist nicht zu spaßen. hier ist rawwrr jetzt aber glücklich. ich muss nur gelegentlich seine gummigliedmaßen zurecht biegen, damit er nicht umkippt.


vor mir liegt eine zeichnung. nein… ein versuch. nie konnte ich gut menschliche formen zeichnen, inspiriert von einem bild aus yad vashem will ich das ändern, nehme meinen lieben weichen bleistift, das bald transparente blatt weißen papiers und beginne mit der nase. ich selbst bin runder als früher, bin mehr weißhaut und blondschopf als je zuvor. mein mensch wird - ohne dass ich zeichnend darüber nachdenke - ein knochenmagerer, mistrauisch blickender mann mit indianischen gesichtszügen und dem festen, schwarzen, eigenwilligen haar der menschen, denen ich im meiner vermeintlichen realität hier täglich begegne. ich brauche mehr papier und kohle…


meine beschäftigung für morgen ist - da noch keine interessenten zu meinen spärlich angepriesenen workshops erscheinen: ein besuch im örtlichen rathaus, um vielleicht ganz zaghaft eine kooperation mit der stadt in die wege zu leiten, die uns vor allem die möglichkeit geben soll, unserem entstehenden kleinen jugendzentrum einen namen geben und mehr werbung machen zu können, ohne mit lizensbestimmungen und steuerpflichten zu kollidieren. ein flugblatt fertig gestalten, welches den schülern genau hier im speziellen und den hier flanierenden jugendlichen im allgemeinen unser bescheidenes, aber von herz gespeistes angebot bekannt zu machen. das erste regal fertig gestalten, in dem eine erste ansammlung von büchern nach art einer bibliothek zum verleihen dargeboten werden wollen. vielleicht ein paar neue takte auf der panflöte üben, einen menschen rückseitig zeichnen, den sich mit unbeschreiblich gaunerhafter geschwindigkeit auf meinem zimmerboden sammelnden sand hinausfegen, endlich mal einen brief schreiben oder zwei, ein paar szenen shakespeare weiterlesen, eine banane in die noch warme erdbeermarmelade tunken und abbeißen…


beim schreiben meines kleinen irrepresentativen gedankenabbildes gibt mir ein stück musikalischer (sub-)kultur eine menge starker gefühle, die doch kaum zu befriedigen sind, weshalb ich wohl anschließend auf die rote japanische schönheit steige und zu meinen ebensoroten holzkesseln fahre, um ein haptisch und akkustisch gefühlebefriedigendes erlebnis zu erfahren.





ich frage mich, was alltag ist.


ich weiß, dass das für mich belanglos bleiben kann.


meine schwester hat mir geschrieben, wir leben, ist das nicht das größte?




ja, ist es, schwesterherz. wir leben. das ist das größte.

dieser tage nehmen wir das vielleicht einmal mehr wahr.

mit blick auf eine traurige insel.


Samstag, 12. März 2011

begegnung mit denen, die für ordnung sorgen

verleihen wir diesem blog nun endlich einmal journalistische bedeutsamkeit, einverstanden? gegebenen anlasses wegen gibt es nämlich ein phänomen zu beschreiben, dass ich, wenngleich sich mir die haare aufstellen beim gedanken, schubladendenken im internet zu betreiben, als schlicht nicht wenig peruanisch bezeichenen muss: korruption.


ich gurke so mit franciscos kleinem motorrad durch die gegend. weil es toll ist. weil ich auf alternativensuche bin. weil ich haferflocken kaufen will. weil das nachmittägliche licht so schön ist. weil ich in peru bin und es doch nicht so schlimm ist, mit nem unversicherten moped rumzududeln. weil das motorad so langsam ist, dass verrücktgewordene hunde nebenherrennen und uns ins bein beißen können. weil motorrad fahren über die breite avenida pachacutec einfach toll ist, ein bisschen mehr freiheit…. weil ich einfach fahre.

fahrend also bewege ich mich hierlang und da lang und sehe viele polizisten, die sich ein bisschen etwas dazu verdienen: sie stehen an den hauptverkehrspunkten und halten möglichst viele autos, busse, lkws und motorräder an, um.. na, dazu später.

ich weiche also aus. hier über die sandseitenstraße und dann weiter unten wieder zurück auf die hauptstraße.. so komm ich überall hin, wo ich will. naja, auf dem rückweg penn ich im geschwindigkeitsrausch den berg hinunter und verpass die letzte abbiegemöglichkeit… fahr den netten beigebraunen herren also voll in die arme. wie gesagt, sie halten jeden an. winkt mich zurseite. ich halte, visier auf (zum glück hab ich wenigstens nen helm auf…), guten abend. guten abend, ihre papiere bitte. führerschein und versichherungsschein. hm, hier mein führerschein, ist nen internationaler und dann hab ich noch das… ah ja, fahrzeugschein… und die versicherung? ich stelle mich doof: hm, das motorrad ist geliehen, der freund hat mir in eile nur das mit gegeben, von mehr weiß ich nicht… (ich weiß ganz genau, ich werde auch nicht zum ersten mal angehalten, aber zum ersten mal alleine und zum ersten mal mit solch einem gravierenden mangel, die versicherung…) das motorrad muss versichert sein. hm, ist es bestimmt, vermutlich liegt der versicherungsschein zuhause und mein freund hat das in der eile vergessen.. ja, aber die papiere müssen immer vollständig sein, in so einem fall muss dann das motorrad mit aufs revier und kann dort dann unter vorlage der versicherungsunterlagen abgeholt werden. hm aber der schein liegt sicher bei meinem freund zuhause. ohne papiere geht das nicht, das motorrad muss zur polizeiwache. jetzt? ja, sicher, es wird ein strafzettel aufgestellt und muss dann abgeholt werden.

hm, kenn ich schon: standartbluff. wer hat von den kerlen hier, staatliche würdenträger, denn die lust, den aufwand zu betreiben???

also, ähm, ich bin sicher das motorrad ist versichert, es muss doch ne andere möglichkeit geben? ja, sagen sie mir das, sie haben die papiere nicht vollständig. ich weiß nicht, aber es ist ja nun kein großes ding… hm, (er sieht sich ein bisschen um, senkt die stimme) sie könnten eine unterstützung leisten, für neue reifen für die streifenwagen, für ein bisschen sprit… ah, ja, hm, klar, nur, das ist schwierig, ich habe kaum geld, komme grad vom supermarkt, hab haferflocken und sahne gekauft, dafür nimmt man ja nicht viel geld mit… tja.. (ich krame, hab aber wirklich nicht mehr viel, zudem nen gefälschtes fünfsolesstück) also, ich habe hier acht soles… ja, das reicht aber nicht, und die münze ist gefälscht… oh, wirklich, das wusste ich nicht, wie erkennt man das (so lerne ich mittlerweile falschgeld zu erkennen, immer anzudrehen versuchen und dann fragen, wie man das denn erkenne…)? sie ist angerostet… oh, ja, die echten rosten also nicht? nein. hm, mehr hab ich aber leider nicht… nun, dann muss ich den strafzettel ausstellen, der kostet 500soles, dann muss dein freund das motorrad von der komisserie mit einem versicherungsnachweis abholen. hm, ich könnte nach hause fahren und eben etwas geld holen…? wo wohnst du denn? dort unten in jose galvez, ganz am anfang… hm, ja, in ordnung, sonst müssten wir das motorrad mitnehmen. gut. (er steckt meine papiere ein) beeil dich, ich erwarte dich hier. selbstverständlich, geht ganz schnell.

visier runter, motor an, abgehts. den letzten berg rase ich runter… ich weiß nicht. ich muss halb lachen, aber mir schnürt sich das lachen ab.. im grunde ist es ja doch zum heulen. ich blicke unterwegs noch eine schönheit in schlechtem zustand hinterher und hinterlasse meine handynummer, dann komme ich zuhause an. hab aber nur nen zwanzigsolesschein, das wär ja auch übertrieben. dann frage ich anna, sie leiht mir ein paar münzen mehr, so komme ich auf elf soles, die zwanzig nehm ich dennoch mit, ist schon eindeutig, der typ hat mich voll in der hand. aufs motorrad, den berg wieder hoch am großen kreisverkehr werd ich allen ernstes auf der jetzigen seite angehalten und muss dem polizisten erklären, dass senor david (das ist garantiert nie sein wirklicher name, aber ich hatte vorher trotzdem frech gefragt, er schluckt also und sagt david, hihi, schmunzeln hat er mich machen…) auf der anderen seite da hinten auf mich wartet und meine papiere hat. wer? ihr kollege, senor david. ein polizist (sein fragender blick verrät die kreativität meines peinigers)? ja, dort drüben hat er mich vorhin angehalten und wartet jetzt auf mich… hm.. darf ich? ja gut…

ich stelle mein motorrad vor nen polizeipickup (warum müssen die eigentlich dreilitermotoren haben?) und gehe langsam in seine richtung. er hält gerade ein anderes auto an und gibt mir mit einem unsichtbaren zeichen zu verstehen, dass ich dort abseits warten soll… einen augenblick später kommt er zu mir, stellt noch die alibifrage, wo ich denn so gutes spanisch gelernt hätte -> bin freiwilliger, schon fast ein halbes jahr hier, und so weiter und so fort. dann sagt er sowas, wie ja, nun? ich hol meinen münzenstapel raus, er zieht ne miene, ich geb ihm zehn soles und leg noch einen drauf und sage, zehn für neue reifen und einen für nen kaffee… hm, das ist aber wenig.. ja, tut mir leid, als freiwilliger verdienen wir eben nichts, mehr kann ich nicht geben… ja, hm.

er dreht sich um und geht zurück auf die straße, um irgendwen unglücklichen anzuhalten. ich bin frei.

wie bewertet man sich. nun, nicolas, hast du korruption unterstützt. hm, mist, das wusste ich vorher schon, der gedanke begleitet mich immer. in diesem fall hatte der polizist recht: ich bin ohne versicherung unterwegs. aber die realität sieht so aus: sie finden immer etwas, immer. und so verdienen sie sich etwas. sie stehen mehrköpfig dort und bekommen aus den autofenstern münzen in die hand gedrückt… während zwei blöcke weiter handys geklaut werden oder zwei banden auf einanderlosgehen und die umliegenden scheiben dabei einschlagen.. hm, polizei. ist son begriff hm? wird überall auf der welt ein bisschen anders verstanden… wenn ich hier frage, hypothetisch, wann wird es eine korruptionsfreie polizei geben, lachen die leute.

scheiße? ja, scheiße… und was macht man? keine ahnung. im april wen bestimmtes wählen? theoretisch… naja, alle versprechen die bekämpfung der korruption; der nationalist ollanda; die fujimoritochter keiko, die ihren wahlkampf mit der knete von papa diktator bestreitet, der aus dem knast blumen schickt; der wie ein us-pole wirkende kuczynski, der aber in peru geboren ist und wohl herausragender ökonom ist; toledo, der die meisten stimmen bisher hat, der liberalste unter den kandidaten ist, aber große, schwierige schritte mit der peruanischen wirtschaft vor hat… keine ahnung. wirklich, es ist ein trauriger punkt in der peruanischen realität. die polizisten werden schlecht bezahlt, die ausbildung ist superkurz, man kommt glaube ich sogar ohne schulabschluss hinein. mehr bezahlen? länger ausbilden? besser aussuchen?

 

und ich? hör ich jetzt auf, motorrad zu fahren? wohl kaum. eher nehm ich jetzt immer nen zehner mit, drecksau, systemunterstützer…